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Bibliothek im Bahnhof

Bibliothek im Bahnhof Luckenwalde (Foto: Ernst Basler und Partner)

 

 

Fotogalerie Luckenwalde - Bibliothek im Bahnhof

Thema:
  • Stadtumbau
  • Baukultur
  • Barrierefreiheit

Art:

  • Bauliche Maßnahme

Gebietstyp:

  • Innenstadt

Maßnahmetyp:

  • Soziale Infrastruktur und Verwaltung

Stadt/Gemeinde/Räumlicher Bezug:

  • Luckenwalde

Zielsetzung:

  • Nutzungsänderung des Bahnhofsgebäudes zum Medien- und Informationszentrum
  • Aufwertung des „Eingangstors“ zur Stadt Luckenwalde
  • Erhaltung eines denkmalgeschützten Bauensembles

 

Projektbeschreibung:

  • Im Zuge des Strukturwandels verlor das historische Bahnhofsgebäude in Luckenwalde mehr und mehr seine Funktion. Während des 1. Weltkrieges errichtet, stand das Ensemble seit 1998 leer und verwahrloste seitdem zusehends. Das denkmalgeschützte Bahnhofsgebäude wurde einer neuen Nutzung zugeführt und gilt als wichtiger Impuls für die Entwicklung des Bahnhofsquartiers.
  • 2006 kaufte die Stadt das gesamte Bahnhofsensemble von der Deutschen Bahn AG und beschloss, die verschiedenen Zweigstellen der Bibliothek an diesem Ort zur Kreis- und Stadtbibliothek mit integriertem Café und einer vielseitig nutzbaren Veranstaltungsfläche zusammenzulegen. Die Stadt Luckenwalde veranlasste zu diesem Zweck einen Architektenwettbewerb, aus dem die Berliner Arbeitsgemeinschaft Wronna, Fleckenstein, Feldhusen als Sieger hervorging und 2006 mit der Umbauplanung des Bahnhofsgebäudes beauftragt wurde. Wichtig war, dass dabei der Altbaubestand weitestgehend erhalten blieb und sich auf minimale Eingriffe reduzierte.
  • Zunächst wurden Teile des Gebäudes abgerissen, so dass der genutzte Bibliotheksbereich komplett frei stand und erforderliche neue Wegeverbindungen zu den Bahnsteigen entstanden. Anschließend erfolgte ein Anbau, der als Kinder- und Jugendbibliothek genutzt wird. Auffällig ist dessen allseitig schief verkippte Kubatur mit einer goldschimmernden schuppenartigen Fassadengestaltung. Gleichzeitig erfüllt die Bibliothekserweiterung eine städtebauliche Funktion, denn so erhält der Bahnhofsplatz einen räumlichen Abschluss auf der westlichen Seite.
  • Erwähnenswert ist auch die Möglichkeit für Behinderte an einem speziell für sie eingerichteten modernen Arbeitsplatz die Bibliothek zu nutzen. Modernste RFID-Technik bietet erstmals die Möglichkeit die Medien über einen Selbstverbuchungsplatz eigenständig auszuleihen bzw. zurückzugeben. RFID (Radio Frequency Identification) ist eine Methode, mit der Daten kontaktlos gelesen und gespeichert werden können.
  • Mit der Umnutzung zu einem Ort der Begegnung und Kommunikation erfährt das ehemalige Bahnhofsgebäude eine Renaissance und wird zum neuen Imageträger der Stadt Luckenwalde.
  • Für das Projekt wurde der Deutsche Städtebaupreis 2010 (Sieger Sonderpreis Bildungsbauten) und der Brandenburgische Baukulturpreis 2009 in der Kategorie Bauen im Bestand und Denkmalpflege verliehen.

 

Umsetzungszeitraum:

  • 2005 – Juni 2008

 

Finanzierung:

  • Gesamtkosten des Umbaus in Höhe von ca. 3,4 Mio. €
  • Verknüpfung von EU- Mitteln („URBAN II“ – Innenausbau und Ausstattung), Bundes-, Landes- („Stadtumbau-Ost“ – Gebäudehülle, „Städtebauliche Sanierungs- und Entwicklungsmaßnahmen“) und kommunalen Mitteln

 

Weiterführende Informationen:

 

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Zuordnung

Thema:
  • Stadtumbau
  • Baukultur
  • Barrierefreiheit

Art:

  • Bauliche Maßnahme

Gebietstyp:

  • Innenstadt

Maßnahmetyp:

  • Soziale Infrastruktur und Verwaltung

Stadt/Gemeinde/Räumlicher Bezug:

  • Luckenwalde