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Messingwerksiedlung

Messingwerksiedlung Eberswalde (Foto: WHG Wohnungs- und Hausverwaltungs GmbH)

Aufwertung einer denkmalgeschützten und städtebaulich wertvollen Siedlung







Thema:
Stadtumbau
Baukultur

Art:
Bauliche Maßnahme

Gebietstyp:
Historische Siedlung

Maßnahmetyp:
Wohnen

Stadt/Gemeinde/Räumlicher Bezug:
Eberswalde

 

Fotogalerie Eberswalde - Messingwerksiedlung

 

Zielsetzung:

  • Revitalisierung einer Werkssiedlung unter denkmalpflegerischen Anforderungen
  • Schaffung von Wohnraum

 

Projektbeschreibung:

  • Nach der Errichtung des Hüttenwerks in Eberswalde zwischen 1721 und 1725 entstand dort innerhalb von etwa  300 Jahren eine komplexe Arbeits- und Wohnsiedlung, die als erstes industriell-gewerbliches Zentrum gilt. Viele bedeutende Architekten wirkten im Laufe der Jahre bei den Siedlungsplanungen mit: Von 1913 bis 1929 die Berliner Architekten Paul Mebes und Paul Emmerich sowie zwei Jahre später Robert Krafft und Walter Gropius. Heute ist das Ensemble die älteste Werkssiedlung im Land Brandenburg und steht unter Denkmalschutz.

    Bereits 1999 bis 2001 begann mit Unterstützung aus dem Landesprogramm „Wohnraumförderung“ der erste Sanierungsabschnitt der Wohngebäude, wofür die Wohnungsbau- und Hausverwaltungs GmbH 2001 den Brandenburgischen Bauherrenpreis für „Attraktives Wohnen in der Stadt“ erhielt.

    Einige Jahre später, 2006, wurde die Modernisierung und Instandsetzung der Messingwerksiedlung fortgesetzt. Das Umfeld des eigentlichen Werksgeländes erhielt durch Beräumung neue Grünflächen, womit sich die Siedlung zum angrenzenden Finowkanal hin öffnete. Des Weiteren wurden kulturhistorisch bedeutsame Gebäude vollständig saniert: das einstige Hüttenamt, das Torbogenhaus und zwei ehemalige Beamtenwohnhäuser. Mit diesen Maßnahmen entstanden in den Gebäuden weitere attraktive und zum Teil barrierefreie Wohnungen. Der Wasserturm, nach den Entwürfen des Berliner Architekten Paul Mebes 1917/18 erbaut, wurde ebenfalls wiederhergestellt und gilt mit einer integrierten Ausstellung über die Werksiedlung als Wahrzeichen der Stadt.

    Das Projekt zeichnet sich durch die gelungene Kombination der Förderprogramme „Stadtumbau Ost – Aufwertung“ und „Städtebaulicher Denkmalschutz“ aus.

    Im Juni 2012 wurde das alte Hüttenamt mit dem BBU-Gütesiegel "Gewohnt gut" azsgezeichnet.

 

Umsetzungszeitraum:

  • 2006 – 2009

 

Weiterführende Informationen:

  • Stadtverwaltung Eberswalde
    Stadtentwicklungsamt
    Breite Str. 41-44
    16225 Eberswalde
    Tel.: 03334 64673
    http://www.eberswalde.de/

 

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