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Bildungs- und Freizeitkomplex Gartenstraße

Bildungs- und Freizeitkomplex Gartenstraße Spremberg/ Haus der Vereine (Foto: LBV)

Thema:

  • Stadtumbau
  • Energie/Klima

Art:

  • Bauliche Maßnahme

Gebietstyp:

  • Innenstadt

Maßnahmetyp:

  • Soziale Infrastruktur und Verwaltung

Stadt/Gemeinde/Räumlicher Bezug:

  • Spremberg

Ehemaliger Berufsschulkomplex in Spremberg umgebaut und energetisch saniert

 

Fotogalerie Spremberg - Bildungs- und Freizeitkomplex Gartenstraße

 

Zielsetzung:

  • Stärkung des Stadtzentrums
  • Umbau und Nachnutzung eines innenstadtnahen ehemaligen Berufsschulbildungskomplexes (brachliegend) zu einem integrierten Bildungs- und Freizeitzentrum mit Grundschule, Turnhalle und Haus der Vereine
  • Energetische Sanierung des in industrieller Bauweise gefertigten Bestandsgebäudes
  • nach Umbau: Integration und Vernetzung weiterer Nutzergruppen und Angebote

 

Projektbeschreibung:

  • Aspekt Stadtumbau
    Im Jahr 2007 wurde im Rahmen des Forschungsprogramms „Experimenteller Wohnungs- und Städtebau“ (ExWoSt) des Bundesministeriums für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung (BMVBS) ein Forschungsprojekt zur Energetischen Stadterneuerung aufgestellt. Ziel dieses Forschungsprojektes ist die praktische Verknüpfung der energetischen Stadterneuerung mit Stadtumbaustrategien in Form von Modellvorhaben. In den einzelnen Modellvorhaben sollen die Chancen und Grenzen von Maßnahmen und Konzeptionen einer energetischen Stadterneuerung analysiert und dokumentiert werden. Die hierbei erzielten Ergebnisse sollen gebündelt und ausgewertet werden, so dass sie zukünftig in möglichst vielen urbanen Zentren nutzbar sind.
    Die Stadt Spremberg hat die Chance genutzt und sich in der Gartenstraße an diesem Projekt beteiligt. Schrittweise wurde der ehemalige Berufsschulstandort, der temporär als Grundschulstandort genutzt wurde und seit dem Jahr 2000 leer stand, zu einem innerstädtischen komplexen Bildungs- und Freizeitzentrum unter besonderer Berücksichtigung energetischer Aspekte ausgebaut. Das Gesamtkonzept der Privatschule setzt sich dabei aus mehreren Bausteinen - Schulgebäude, Haus der Vereine und Turnhalle - zusammen.
     
  • Aspekt Energie
    Um den Gebäudekomplex zukünftig nachhaltig nutzen und bewirtschaften zu können, musste eine energetische Sanierung vorgenommen werden. Diese Einzelmaßnahme für den Standort Gartenstraße passt sich in die im Integrierten Stadtentwicklungskonzept beschriebene Gesamtstrategie ein. Die Strategie umfasst im Wesentlichen Projekte zur Energieeinsparung, Erhöhung der Energieeffizienz und der verstärkten Nutzung erneuerbarer Energien. Zusätzlich war das Projekt ein Arbeitsschwerpunkt in der 2008 gegründeten Arbeitsgruppe „Energetische Stadterneuerung“, der die lokale Politik, die Wohnungsunternehmen und die Versorgungsunternehmen angehören.

    Die energetische Sanierung beinhaltete neben den baulichen Maßnahmen eine umfassende Prüfung, sowie die energetische Bilanzierung von thermischer Solarenergienutzung und Geothermie im Vergleich zu vorhandener Fernwärme. Für die energetische Erneuerung der Einzelgebäude des Komplexes in der Gartenstraße  wurde der Einsatz verschiedener erneuerbarer Energien untersucht. Dabei wurde festgestellt, dass bei der Sanierung des Schulgebäudes die Dämmung der Fassade und der Kellerdecke sowie die Erneuerung der Fenster das größte Einsparpotential aufweisen. Aus der Sicht eines minimalen Primärenergieeinsatzes wurde die Verwendung von Fernwärme empfohlen, die in Spremberg durch Kraft-Wärme-Kopplung erzeugt wird. Für die vorhandene Turnhalle und das geplante Haus der Vereine wurde ebenfalls der Einsatz erneuerbarer Energien überprüft. Während Schulgebäude und Haus der Vereine im Ergebnis dieser Prüfung weiter mit Fernwärme versorgt werden, ist für die Turnhalle der Einsatz einer Luft/Wasser-Wärmepumpe kombiniert mit einer thermischen Solaranlage für die Warmwasserbereitung umgesetzt worden.
    Durch die umfassenden energetischen Sanierungsmaßnahmen können die Betriebskosten um voraussichtlich 40.000 € pro Jahr reduziert werden.

 

Umsetzungszeitraum:

  • 2008 – 2010
    (ExWoSt-Modellvorhaben)

 

Finanzierung:

  • Die Förderung der einzelnen Bausteine des Modellprojekts erfolgte überwiegend mit Mitteln des Programms „Stadtumbau Ost“. Für die Sanierung wurden insgesamt rund 2,5 Millionen € bewilligt, davon 327.000 € für das Schulgebäude, 360.000 € für das Haus der Vereine, rund eine Million Euro für die Turnhalle sowie 780.000 € für die Grün- und Freiflächen.

 

Weiterführende Maßnahmen:

 

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Zuordnung

Thema:

  • Stadtumbau
  • Energie/Klima

Art:

  • Bauliche Maßnahme

Gebietstyp:

  • Innenstadt

Maßnahmetyp:

  • Soziale Infrastruktur und Verwaltung

Stadt/Gemeinde/Räumlicher Bezug:

  • Spremberg