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Schulstandort Pestalozzistraße und Bürgerpark

Schulstandort Pestalozzistraße und Bürgerpark  (Foto: B.B.S.M. / Stadt Vetschau)

 

 

Fotogalerie Vetschau/Spreewald - Schulstandort Pestalozzistraße und Bürgerpark

 

 

Umgestaltung einer Brachfläche zur multifunktionalen Freifläche sowie Aufwertung des Schulstandortes und Bau einer Solaranlage

 

 

Thema:

  • Stadtumbau
  • Energie/Klima
  • Bürgermitwirkung

Art:

  • Bauliche Maßnahme

Gebietstyp:

  • Innenstadt

Maßnahmetyp:

  • Brachfläche- Flächenpotenziale

Stadt/Gemeinde/Räumlicher Bezug:

  • Vetschau/Spreewald

 

Zielsetzung:

  • Nachnutzung einer brachliegenden Fläche zu einem qualifizierten Grünfreiraum
  • intensive Beteiligung der Bürger sowie kostensparendes und ökologisches Planen und Bauen
  • nachhaltige städtebauliche Aufwertung der historischen Innenstadt und der sozialen Infrastruktur

 

Projektbeschreibung:

  • Aspekt Stadtumbau
    2003 wurde Vetschau mit der Maßnahme „Schiebefläche/Schulstandort“ als Modellvorhaben in das Programm Stadtumbau Ost aufgenommen. Es handelt sich hierbei um die Neuordnung einer fast 4 ha großen Brachfläche eines ehemaligen Erd- und Baustofflagers inmitten zweier industriell errichteter Wohnsiedlungen. Geplant ist ein Bürgerpark für Jung und Alt sowie die Umgestaltung des benachbarten Schulstandortes. 

    Besonders hervorzuheben ist die intensive Bürgerbeteiligung während der Planungs- und Umsetzungsphase, aber auch in der zukünftigen Pflege und Unterhaltung des Parks. Von Beginn an wurden die zukünftigen Nutzer, der Naturschutzbund e.V. (NABU) und der Biosphärenreservat Spreewald e.V. involviert und konnten in verschiedenen Werkstattverfahren ihre Vorstellungen einbringen. Daraus entstand ein Konzept, das eine einfache, naturnahe Gestaltung von Wegeflächen und Aufenthaltsbereichen mit verschiedenen Kunstobjekten vorsieht, den Großteil der bestehenden Vegetation mit einfließen lässt und bauliche Maßnahmen auf das Nötigste beschränkt.
     
  • Aspekt Energie 
    Der unmittelbar angrenzende Schulstandort erfährt durch die Erneuerung der Schulhöfe und den Neubau einer Solarsporthalle eine Stabilisierung. Die fast komplett versiegelten Außenanlagen wurden umgewandelt und bieten nun vielfältige, teilweise begrünte Flächen für Spiel, Sport und Erholung.

    Die neue Sporthalle im Passivhausstandard ersetzt die zwei sanierungsbedürftigen Turnhallen der Grund- und Oberschule. Der Neubau verbindet beispielhaft einen niedrigen Energieverbrauch bzw. Betriebskosten mit einer bedeutenden Energiegewinnung durch eine Photovoltaikanlage auf dem Dach.

    Die Realisierung des Gesamtprojektes erfolgte durch die koordinierte Verknüpfung verschiedener Förderprogramme. Aufgrund der kostengünstigen Planung und Umsetzung des Bürgerparks konnten  die Gesamtkosten dafür bei unter 100.000 € gehalten werden. Für die Schulhofverbesserungen entstanden Kosten von ca. 300.000 €. Beide Teilprojekte wurden aus dem Programm „Stadtumbau Ost – Aufwertung“ finanziert. Die Kosten der europaweit einzigartigen Solarsporthalle in Höhe von etwa 2,47 Mio. € wurde mit Fördermitteln des MBJS und des MIL über „Stadtumbau Ost – Teilprogramm Aufwertung“ sowie aus KfW-Krediten unterstützt.

 

Umsetzungszeitraum:

  • 2004 – 2006:  Außenanlagen der Schulen
    April 2006 – Juni 2007:  Bürgerpark

 

Weiterführende Informationen:

 

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