Infopool Stadtentwicklung

Eigentümerstandortgemeinschaft (ESG) Ostrow

Eigentümerstandortgemeinschaft (ESG) Ostrow (Foto: DSK)

Allianz der Eigentümer - Initiative für ein starkes Quartier



 

 



Thema:
Stadtumbau

Art:
Organisation/Kommunikation

Gebietstyp:
Historische Siedlung

Maßnahmetyp:
Sonstiges

Stadt/Gemeinde/Räumlicher Bezug:
Cottbus


Fotogalerie Cottbus - Eigentümerstandortgemeinschaft (ESG) Ostrow

 

Zielsetzung:

  • Optimierung der Standortbedingungen im Quartier Ostrow
  • Gemeinsame Interessenvertretung
  • Initiierung und Durchführung gemeinsamer Projekte

 

Projektbeschreibung:

  • Im November 2010 hat sich im Cottbuser Stadtteil Ostrow eine Eigentümerstandortgemeinschaft (ESG) formal gegründet. Sie besteht überwiegend aus gewerblichen Großeigentümern, aber auch Einzeleigentümer/Selbstnutzer haben sich zunächst formlos angeschlossen. Vor einem Jahr wurde die Initiative zur Gründung einer ESG in Ostrow als Modellvorhaben in das ExWoSt-Forschungsfeld „Eigentümerstandortgemeinschaften im Stadtumbau“ aufgenommen, Eines von fünfzehn bundesweit und das Einzige im Land Brandenburg. Projektträger ist die DSK Deutsche Stadt- und Grundstücksentwicklungsgesellschaft mbH & Co. KG. Die Stadt Cottbus ist ein wichtiger Partner und unterstützt die ESG in ihrem Handeln.

    Der Stadtteil Ostrow ist ein zentrumsnahes, von Stagnation gekennzeichnetes Quartier, geprägt durch zahlreiche, historisch wertvolle aber größtenteils leer stehende, Industriebrachen. Durch die Bündelung der Eigentümerinitiative soll das Gebiet in der Wahrnehmung, Imagewirkung und den Entwicklungspotenzialen aufgewertet werden. Dabei ist nicht die Werterhaltung und -steigerung des Einzeleigentums durch sporadische Maßnahmen, sondern die Bildung einer Quartiersallianz mit Nutzung vielschichtiger Synergieeffekte Ziel des Handelns. Die Herausforderungen für die ESG Ostrow sind aufgrund der heterogenen Eigentümer- und Gebietsstruktur besonders komplex. Anliegen der ESG ist es, die unterschiedlichen Akteure im Quartier durch gemeinsames themenspezifisches Handeln so weit wie möglich zu vereinen und damit die Wirksamkeit und Effizienz der Aktivitäten durch eine gemeinsame Interessenvertretung zu erhöhen.
    Zunächst wurde auf der Grundlage einer umfassenden Eigentümerbefragung eine Standortstrategie mit Handlungsfeldern entwickelt, u. a. mit folgenden Handlungsschwerpunkten: Verkehr, Industriebrachen, öffentliches Grün, Ordnung und Sauberkeit, sowie dem Quartiersimage insgesamt, vor allem durch regelmäßige Öffentlichkeitsarbeit. Darüber hinaus hat sich die ESG bereits mit mehreren Partnern über eine mögliche Zusammenarbeit verständigt, erste Projekte nehmen greifbare Formen an. Das bisher größte ist die Gestaltung des altstadtnahen Quartierseinganges im Bereich Briesemannstraße/Ecke Franz-Mehring-Straße und Ostrower Platz. Gemeinsam mit der Brandenburgischen Technischen Universität Cottbus (BTU), die hier aktiver Projektpartner war, wurde zunächst ein Konzept entwickelt und Ende 2011 mit der Unterstützung von zahlreichen Sponsoren und Eigentümern umgesetzt. Auch nach Ende der Laufzeit des Modellvorhabens ExWoSt wird die ESG die Initiative fortführen.

 

Umsetzungszeitraum:

  • seit 2009 (ExWoSt-Modellvorhaben: bis Ende 2011)

 

Weiterführende Informationen:

zurück zur Auswahl