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Energiesparschule Max-Steenbeck-Gymnasium Cottbus

Cottbus: Energiesparschule Max-Steenbeck-Gymnasium (copyright: LBV, 2012)


 

Fotogalerie Cottbus Energiesparschule Max-Steenbeck-Gymnasium

 



Thema:

  • Energie/Klima
  • Stadtumbau

Art:

  • Bauliche Maßnahme

Gebietstyp:

  • Sonstige


Maßnahmetyp:

  • Soziale Infrastruktur und Verwaltung

Stadt/Gemeinde/Räumlicher Bezug:

  • Cottbus



 


Zielsetzung:

  • städtebauliche und inhaltliche Verknüpfung von Gymnasium und Universität
  • energetische Sanierung des Bestandsgebäudes in der Universitätsstraße in Passivhausstandard
  • Nutzung der Erkenntnisse aus der Umsetzung für die energetische Sanierung anderer Bestandsgebäude in Cottbus

 

Projektbeschreibung:

  • Aspekt Stadtumbau
    Der 1974 in Tafelbauweise errichtete Schulkomplex besteht aus einem zweiflügeligen Schulgebäude, einer Turnhalle und einer Aula. Das Schulgebäude wurde vormals als Oberschule und zuletzt bis 2009 von verschiedenen Zwischennutzern genutzt.

    Der Gebäudekomplex ist nach der Sanierung im Jahr 2012 der alleinige Standort des Max-Steenbeck-Gymnasiums. Durch die unmittelbare Nähe zur Universität werden gemeinsame Projekte von Schülern mit Studenten und Wissenschaftlern ermöglicht. Dadurch wird das besondere mathematisch-naturwissenschaftliche Profil der Schule gestärkt.

    Im Zuge der Sanierung wurden neben Schulgebäude und Turnhalle auch der 13.000 m2 große Außenbereich völlig neu gestaltet. Freisportanlagen, Spielflächen, Tischtennisplatten sowie ein Musikhof mit Bühne für kleine Aufführungen, ein Garten und ein Gewächshaus gehören dazu. Fahrrad und Pkw-Stellplätze komplettieren de Außenanlagen. Die Neugestaltung der Außenanlagen wurde durch Stadtumbaumittel realisiert.
     
  • Aspekt Energie/Klima
    Die energetische Sanierung des Gebäudekomplexes fußt auf einer zuvor erstellten Machbarkeitsstudie, die verschiedene Sanierungsvarianten betrachtet hat. Hieraus abgeleitet erfolgt die bauliche und technische Sanierung des Gebäudes im Standard eines Passivhauses. Dazu wird die bauliche Hülle der Bestandsgebäude hochwertig gedämmt und der Energie- und Warmwasserbedarf minimiert. Zusätzlich kommen optimierte Fenster und Verglasungen zum Einsatz, außenliegende Sonnenschutzvorrichtungen, eine effiziente Beleuchtung und energetisch nachhaltige Baustoffe. Die Heizung und Warmwasserbereitung wird durch Fernwärme aus einer Kraft-Wärme-Kopplung und hocheffiziente Heizungspumpen gewährleistet, die auch den Fernwärmerücklauf energetisch nutzen können. Zusätzlich hilft eine kontrollierte Be- und Entlüftung mit Wärmerückgewinnung dabei thermische Energie einzusparen. Das Lüftungssystem wird weiterhin durch einen Sole-Erdwärmeübertrager unterstützt, durch den die Zuluft mittels Bodenwärme vortemperiert wird. In den obersten Geschossdecken kommen neue Materialien wie die PCM-Dämmstoffplatte zum Einsatz. Im Bereich der Turnhalle unterstützen Solarkollektoren die Beheizung des Gebäudes. Überschüssige thermische Energie aus dem Solarkollektor kann zudem in einem Erdwärmespeicher gespeichert werden.

 

Umsetzungszeitraum:

  • 2010 - 2012

 

Finanzierung:

  • Gesamtkosten: ca. 13,8 Mio. €
    Förderung durch den EFRE  
    Erneuerung sozialer Infrastruktur (ESI) - Investitionspakt (3,1 Mio. €)
    Teilprogramm „Rückführung der Städtischen Infrastruktur (RSI)“ im Programm „Stadtumbau Ost“ (2,7 Mio. €)
    Energieeffizeinte Schulgebäude (Bundeswirtschaftsministerium)

 

Weiterführende Informationen:

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