Infopool Stadtentwicklung

Energetische Sanierung des Jenaplanhauses

Lübbenau/Spreewald: Energetische Sanierung des Jenaplanhauses (copyright: Stadt Lübbenau/Spreewald)

 

Fotogalerie - Lübbenau/Spreewald Energetische Sanierung des Jenaplanhauses

 

 

 

 

 

Thema:

  • Energie/Klima
  • Baukultur
  • Stadtumbau

Art:

  • Bauliche Maßnahme

Gebietstyp:

  • Sonstige

Maßnahmetyp:

  • Soziale Infrastruktur und Verwaltung

Stadt/Gemeinde/Räumlicher Bezug:

  • Lübbenau/Spreewald

 

 

 

Zielsetzung:

  • Verbesserung der Energieeffizienz im öffentlichen Gebäude Jenaplanhaus
  • Wahrung der Belange des Denkmalschutzes bei Gebäudesanierung

 

Projektbeschreibung:

  • Der Umbau des denkmalgeschützten Jenaplanhauses (Jena-Plan: in den 1920er Jahren entwickeltes pädagogisches Konzept) ist Teil des Energiemasterplanes 2021, der im Rahmen des Forschungsfeldes „Energetische Stadterneuerung“ des Forschungsprogrammes „Experimenteller Wohnungs- und Städtebau“(ExWoSt) des Bundesministeriums für Verkehr, Bauen und Stadtentwicklung (BMVBS) aufgestellt wird. Lübbenau/Spreewald ist darüber hinaus Mitglied der innovativen Energieregion Lausitz-Spreewald und erarbeitet zusammen mit Vetschau/Spreewald und Burg (Spreewald) das regionale Energiekonzept „Spreewalddreieck“.

    Erbaut wurde die Schule mit Turnhalle und Aula 1958 als Mauerwerksbau mit Kastendoppel- und Verbundfenstern. Heute befindet sich darin eine Jenaplanschule (Schule mit besonderer Prägung) und eine Kindertagesstätte. Einige Teilbereiche (Aula, Turnhalle) wurden zwar bereits saniert, Außenwände, Dach und Dachgeschoss waren bislang noch nicht gedämmt. Das prägnante Gebäude ist Bestandteil des städtebaulichen Gesamtkonzepts der Stadt. Die energetische Sanierung der Außenhülle geschieht in Absprache mit der Denkmalbehörde und unter restauratorischer Begleitung, so dass im Rahmen der Sanierung das ursprüngliche Erscheinungsbild des Gebäudes mit Putzstrukturen, Fensterfaschen, Gesimse und Schmuckbändern wieder hergestellt wird.
    Die Dämmung der Außenwand erfolgt mit einem hocheffizientem Verbundsystem und mineralischem Oberputz als Beschichtung.

    Weitere Maßnahmen sind die Erneuerung der Dacheindeckung, die Dämmung der obersten Geschossdecke, die Erneuerung von Fenstern und der Verglasung. Im Innenbereich wurden zwei getrennte Lüftungsanlagen für Klassenräume und Sanitärbereiche sowie zwei Gaswärmepumpen eingebaut und die Wärmeverteilernetze und Raumheizflächen erneuert. Die Regelung der Systeme übernimmt die Gebäudeleittechnik. Die geplante Photovoltaikanlage konnte aus Gründen des Denkmalschutzes und technischer Details nicht realisiert werden.

    Zukünftig ist eine Reduzierung des Primärenergiebedarfs um ca. 60 % (von jetzt 409 kWh pro Quadratmeter im Jahr auf etwa 174 kWh) und des Endenergiebedarfs um circa 60 % zu erwarten. Die CO2-Emissionen werden um circa 50 % sinken. Die energetische Sanierung des Gebäudes führt trotz der denkmalpflegerischen Auflagen zu einer Unterschreitung des Primärenergiebedarfs für Neubauten entsprechend der Energieeinsparverordnung 2009.

 

Umsetzungszeitraum:

  • 2010 - 2012

 

Finanzierung:

  • Gesamtinvestitionen: 2,6 Mio. €
  • Förderung durch das Programm „Stadtumbau-Ost“ und den Investitionspakt (Förderungsprogramm zur energetischen Erneuerung der sozialen Infrastruktur in den Gemeinden - ESI)

 

Weiterführende Informationen:

 

zurück zur Auswahl