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EnergieQuartier Wittenberge Jahnschulviertel

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Zielsetzung:

  • Aufwertung und Erhöhung der Wohnqualität im Wittenberger Stadtquartier Jahnschulviertel
  • Berücksichtigung nachhaltiger und energetischer Aspekte bei der Sanierung und Aufwertung des Stadtquartiers

 

Projektbeschreibung:

Nördlich der Innenstadt und westlich des Bahnhofes befindet sich das Jahnschulviertel. Das Quartier ist zu größten Teilen durch Blockrandstruktur und Gründerzeitgebäude geprägt. Auf Grund eines immer höheren Leerstandes der unsanierten Gebäude wurde das Jahnschulviertel 1999 als Sanierungsgebiet ausgewiesen. Dies ermöglichte die Zuweisung von Fördermitteln für die Modernisierung und Instandsetzung der zum Teil unter Denkmalschutz stehenden Gebäude. Die Ausweisung zum räumlichen Handlungsschwerpunkt im Integrierten Stadtentwicklungskonzept der Stadt Wittenberge macht die Besonderheit und die Notwendigkeit der Aufwertung deutlich.

Im Rahmen eines Hochschulwettbewerbes „EnergieQuartier – Gründerzeit mit Zukunft“, ausgelobt vom Bundesministerium für Verkehr-, Bau- und Stadtentwicklung (BMVBS), waren Ideen zur energetischen Sanierung in Gründerzeitvierteln gesucht. Das BMVBS fokussierte dabei auf Konzeptionen und Möglichkeiten der Umsetzung für die energetische Sanierung denkmalgeschützter Gebäude. Eine Arbeit von Studenten der BTU Cottbus beschäftigte sich mit dem Jahnschulviertel in Wittenberge. Hierbei ging es vor allem um einen nachhaltigen Umgang mit vorhandenen Bausubstanzen und Möglichkeiten zur regenerativen Energiezeugung. Neben bekannten Lösungen wie Blockheizkraftwerken, Wärmespeichern und LED-Straßenbeleuchtung, sollen Baulücken für „Greenhouse – Bioreaktoren“ genutzt werden. Mit Hilfe von Algen wird in den „Gewächshäusern“ Wasserstoff produziert, welcher in ein Wasserstoffnetz im Quartier eingespeist und durch ein Brennstoffzellen-Blockheizkraftwerk zu elektrischer und thermischer Energie umgesetzt wird

Eine weitere Arbeit befasste sich ebenfalls mit der Energieversorgung von Gebäuden. Ein über den Innenhof vom Wohnblock gespanntes Glasdach dient als Auffangbecken für Regenwasser sowie als Gewächshaus für die darunterliegende Algenzucht zur Strom- und Wärmeproduktion. Die Verarbeitung der Algen findet in einem Blockheizkraftwerk und einer Biogasanlage in einem separaten Gebäude statt. Das Regenwasser wird als Brauchwasser aufbereitet und für das Gebäude genutzt. Zusätzlicher Strom wird durch die Photovoltaikanlage auf dem Dach gewonnen.

 

Umsetzungszeitraum:

  • keine Informationen

 

Finanzierung:

  • keine Informationen

 

Ansprechpartner:

 

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Zuordnung


Thema:
  • Energie/Klima
  • Baukultur

Art:

  • Konzept/Strategie

Gebietstyp:

  • Innenstadt

Maßnahmetyp:

  • Sonstiges

Stadt/Gemeinde/Räumlicher Bezug:

  • Wittenberge