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Schaffung des Integrationskindergartens "Struppi" in der historischen Altstadt - Beispiel für eine erfolgreiche Leerstandsbeseitigung

Kita Struppi nach Sanierung

 

 

Fotogalerie - Schaffung des Integrationskindergartens "Struppi" in der historischen Altstadt

Thema:
  • Stadtumbau
  • Barrierefreiheit
  • Baukultur
  • Geschlechtergerechtigkeit und Antidiskriminierung

Art:

  • Bauliche Maßnahme

Gebiet:

  • Innenstadt

Stadt/Gemeinde/Räumlicher Bezug:

  • Jüterbog

Zielsetzung:

  • Erhaltung und fachgerechte Sanierung des Denkmals Gebäude Planeberg 1 als ein wichtiges städtebaulich prägendes Gebäude in der Altstadt von Jüterbog
  • Leerstandsbeseitigung im Bereich der Grundstücke Planeberg 1 bis 4 und Stärkung der Zentrumsfunktion
  • Schließung einer im Bereich der Kitaplätze bestehenden Versorgungslücke in der Altstadt

 

Projektbeschreibung:

  • Das Areal der heutigen Kita Struppi war bis 2012 von den Spuren jahrzehntelangen Leerstands gekennzeichnet. Das hochrangige Einzeldenkmal und stadtbildprägende Eckgebäude Planeberg 1 sowie die angrenzenden Gebäude in der Zinnaer Straße bedurften dringender Erhaltungs- und Sanierungsmaßnahmen.
  • Die Entwicklung dieser städtebaulich sehr bedeutsamen Fläche zu einem Integrationskindergarten unter Einbeziehung des Einzeldenkmals als Alternativstandort zu einem Neubau in randstädtischer Lage des Sanierungsgebiets konnte gelingen, da durch eine intensive Kooperation aller Beteiligten (Stadt, Untere Denkmalbehörde, Landesamt für Bauen und Verkehr als Bewilligungsstelle) Hemmnisse ausgeräumt und die Voraussetzungen für eine Umsetzung geschaffen werden konnten. Mit der Bereitstellung von Städtebaufördermitteln in Höhe von ca. 2,75 Mio. € (davon 0,55 Mio. € kommunaler Mitleistungsanteil) erfolgte von 2012 bis 2014 die fachgerechte Sanierung des denkmalgeschützten Fachwerkgebäudes von 1801, die Errichtung des sich einfügenden kleinteiligen Neubaus auf den Grundstücken Planeberg 2 – 4 sowie die Freiflächengestaltung im rückwärtigen Bereich.
  • Die Freifläche des Kindergartens reicht bis zur rückwärtig angrenzenden Straße Am Abtshof. Dort entstanden ergänzend Parkplätze sowie ein weiterer barrierefreier Zugang zur Kita.
  • Nach zwei Jahren Bauzeit wurde mit dem Einzug von 80 Kindern in die Kita im Spätsommer 2014 das Einzeldenkmal Planeberg 1 zu neuem Leben erweckt. Anliegend befinden sich Räumlichkeiten der Kirchengemeinde und ein Altenpflegestandort, so können künftig viele gemeinsame Aktivitäten den Alltag beleben.
  • Mit der Sanierung und Umnutzung des in den Straßenraum ragenden Eckgebäudes Planeberg 1 in Sichtachse des Marktes, Planeberg und der Großen Kirchstraße sowie der zur Zeit erfolgenden Sanierung der angrenzenden ebenfalls denkmalgeschützten Gebäude Zinnaer Straße 5 und 6 wurde ein ganzes Ensemble im Stadtkern revitalisiert, die Zentrumsfunktion gestärkt und zudem mit dem Integrationskindergarten eine Versorgungslücke in der Altstadt geschlossen.
  • Die Besonderheit des Integrationskindergartens besteht darin, dass dort sowohl körperlich und geistig normal entwickelte Kinder als auch Kinder mit Behinderungen miteinander spielen und lachen und somit die Aspekte Geschlechtergerechtigkeit und Diskriminierungsfreiheit beachtet werden.

 

Umsetzungszeitraum:

  • 2012 – 2014

 

Finanzierung:

  • Städtebauförderungsmittel/Bund-Länder-Programm Städtebaulicher Denkmalschutz in Höhe von ca. 2,75 Mio. € (einschl. kommunaler Mitleistungsanteil)

 

Weiterführende Informationen:

 

Gebäude:

  • Kita „Struppi“
    Planeberg 1 – 4
    14913 Jüterbog

 

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Zuordnung

Thema:
  • Stadtumbau
  • Barrierefreiheit
  • Baukultur
  • Geschlechtergerechtigkeit und Antidiskriminierung

Art:

  • Bauliche Maßnahme

Gebiet:

  • Innenstadt

Stadt/Gemeinde/Räumlicher Bezug:

  • Jüterbog