verkleinerte Kennzeichen


Gemäß § 47 Abs. 1 der Fahrzeug-Zulassungsverordnung (FZV) kann das LBV eine Ausnahme für ein verkleinertes zweizeiliges vorderes Kennzeichen genehmigen.

Dafür ist das Gutachten oder eine gutachterliche Stellungnahme eines amtlich anerkannten Sachverständigen für den Kraftfahrzeugverkehr einzureichen, aus dem folgende Feststellungen hervorgehen:

  • das Fahrzeug wurde an der Anbringungsstelle nicht nachträglich verändert,
  • die Anbringung eines vorschriftsmäßigen Kennzeichens ist technisch nicht möglich und die dafür notwendigen Veränderungen erfordern einen unverhältnismäßigen Aufwand.*

Bei Fahrzeugen, welche als Oldtimer gemäß § 23 Straßenverkehrs-Zulassungs-Ordnung (StVZO) eingestuft sind, ist auch die Feststellung, dass die erforderlichen Veränderungen den Originalzustand des Oldtimer-Kraftfahrzeuges beinträchtigen würden, möglich.

Die reine Zustandsbeschreibung „Platz für Kennzeichen xxx mm X xxx mm“ ist für eine Ausnahme nicht ausreichend.

Die Entscheidung über die Zuteilung eines verkleinerten hinteren Kennzeichens obliegt gemäß der Anlage 4 der FZV der zuständigen Zulassungsbehörde.

 

*Unverhältnismäßig ist ein Aufwand regelmäßig dann, wenn dessen Kosten - gegebenenfalls im Verhältnis zum Wert des Fahrzeuges - eine unzumutbare Belastung darstellen würden.