Der persönliche Blick des Referendarsjahrgangs 2015 bis 2017

Wir als Ausbildungsbehörde haben Frau Heilmann und Herrn Gericke ein Vierteljahr Jahr nach dem Abschluss einige Fragen gestellt:

1. Wie ist meine Bilanz des Referendariates heute?

 



 „Das Referendariat im Land Brandenburg vermittelt einen vertieften Einblick in die Organisation, Aufgaben, Zuständigkeiten, Verfahren und Arbeitsabläufe des öffentlichen Dienstes und hilft die in Jahrhunderten aufgebauten Grundlagen der Verwaltung zu verstehen. Das Referendariat im Land  Brandenburg erfordert ein hohes Maß an Eigeninitiative und Selbstorganisation.“

 (Anne-Carin Heilmann)
 




„Das Städtebaureferendariat im Land Brandenburg hat mir die Möglichkeit gegeben,
die Aufgaben der Verwaltung in seinen unterschiedlichen Facetten kennen- und verstehen zu lernen. Darüber hinaus hat es mir gezeigt, wie wichtig integriertes Denken und Handeln auf allen Führungseben heutzutage ist. Im Sinne von Fördern und Fordern, sind eigene Ideen und Vorstellungen für die Ausgestaltung des Ausbildungsablaufs ausdrücklich erwünscht.“

(Ken Gericke)
 



Erkenntnisse durch die Absolvierung des Referendariats waren vor allem:

  • Persönliche und fachliche Weiterentwicklung
  • Networking
  • Überblick über Aufgaben aller Verwaltungsebenen
  • Kennenlernen unterschiedlicher Führungsstile

2. Was bleibt uns besonders in Erinnerung?

Am meisten mitgenommen haben wir beide aus der kommunalen Phase. Hier zu sehen wie die unterschiedlichen „Zahnräder“ der Stadtentwicklung und -planung aus den verschiedensten Fachbereichen ineinander greifen, ist eine unersetzbare Erfahrung, die uns auch in unserer zukünftigen Arbeit prägen wird. Insbesondere wollen wir uns in diesem Kontext für die Unterstützung und Einbindung, welche wir durch die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Stadtverwaltungen in Potsdam und Oranienburg erfahren haben, bedanken.

3. Was wollen wir an künftige Jahrgänge von Städtebaureferendaren weitergeben?

  • Sich selbst lösen vom „Schubladen-Denken“
  • Verschiedene Blickwinkel akzeptieren und versuchen sie zu verstehen
  • Eigeninitiative und -verantwortung sind essentielle Voraussetzung
  • Vor den Prüfung sollte man Respekt haben, aber Angst ist unnötig und unbegründet
  • Prüferinnen und Prüfer haben selber das Referendariat absolviert und kennen „Ängste und Sorgen“
  • Immer daran denken: Die Ausbildungszeit dient der Prüfungsvorbereitung, der Referendar/Referendarin hat es also selbst in der Hand, wie gut er/sie diese Zeit nutzt
  • Ausbildungsinhalte liefern meist gute Fallbeispiele für die schriftliche und mündlichen Prüfungen und zeigen wie gut ein Prüfling Fachwissen mit dem realen Anwendungsfall verknüpfen kann („Anwendungsbezogenes Wissen besser als auswendig gelerntes Wissen“)
  • Zugewiesene Aufgaben und die Verantwortung sollte vom Referendar/in ernst genommen werden

4. Was sollten künftige Referendare und Referendarinnen wissen?

  • Berufserfahrung ist förderlich, aber nicht zwingend erforderlich
  • Bewusstsein für die Besonderheiten des öffentlichen Diensts
  • Bereitschaft zu häufigen Dienstreisen innerhalb und außerhalb von Brandenburg
  • Vorzugsweise über vorhandene (Grund-)Kenntnisse von Brandenburg verfügen und Interesse am Bundesland und seinen spezifischen Besonderheiten (z.B. Verwaltungsaufbau, Geschichte etc.) haben

Städtebaureferendariat 2015 bis 2017

 

Einstellungsbehörde Städtebaureferendare


Ministerium für Infrastruktur und Landesplanung (MIL)
Referat 13 – Personal, Aus- und Fortbildung
Henning-von-Tresckow Str. 2-8
14467 Potsdam



Weitere Informationen

 
  • Ausbildungsprüfungsordnung 
    (Verordnung über die Ausbildung und Prüfung für die Laufbahnen des höheren technischen Verwaltungsdienstes im Land Brandenburg - APOhtD)