Städtebaureferendariat 2015 / 2016 / 2017


Zum 1. Oktober 2015 hat das MIL mit Anne-Carin Heilmann und Ken Gericke zwei Städtebaureferendare eingestellt. Das in der Regel zwei Jahre dauernde Referendariat ist eine “Trainee-Ausbildung“ für Führungskräfte im Öffentlichen Dienst. Hochschulabsolventen werden nach ihrem Studium praktische Kenntnisse vermittelt, die das im Studium erworbene Wissen ergänzen. Die Referendare absolvieren ihr Referendariat in einer Brandenburger Stadtverwaltung, als Ausbildungsbehörde fungiert während dieser Zeit das LBV. Es bietet Seminare und Lehrgänge an und koordiniert die Aktivitäten. In loser Folge werden wir hier über die Aktivitäten der Referendare informieren.

Immer wieder Freitag … Studientag bei den Referendaren

Ging es an einem Freitag vor knapp zwei Wochen bei einem Vortrag der Referendare um die Geschichte der Stadt, waren die Rollen diesmal getauscht. Bei einem Vortrag zu aktuellen Entwicklungen der HOAI waren die Städtebaureferendare diesmal Zuhörer. Frau Nadine Schade, seit kurzem als Juristin im Dezernat Rechtsangelegenheiten und Bußgeldstelle des LBV beschäftigt, übernahm am 6. November 2015  den Part der Referentin. HOAI - was ist das eigentlich? Die Verordnung über die Honorare für Architekten und Ingenieurleistungen ist eine Rechtsverordnung, die regelt, welche Architekten- und Ingenieurleistungen zu welchem Preis abzurechnen sind. Sie enthält verbindliche Mindest- und Höchstsätze. Im Jahr 2013 wurde die HOAI letztmalig novelliert, Gegenstand war die Aktualisierung der Leistungsbilder sowie die Anhebung der Honorarsätze. Im Bereich der Stadtplanung sind nun z.B. neuere Planungsaufgaben unter den Aspekten Nachhaltigkeit, Umwelt und Klimaschutz berücksichtigt. Doch ganz aktuell steht die HOAI auf dem europäischen Prüfstand. Im Juni 2015 wurde von der EU-Kommission ein Vertragsverletzungsverfahren gegen Deutschland eingeleitet, in dem die unzureichende Einhaltung der EU-Dienstleistungsrichtlinie bemängelt wird.

Der nächste Studientag findet im MIL statt, Referenten aus dem MIL werden über aktuelle Entwicklungen im Bau und Planungsrecht sprechen. Ab Mitte November absolvieren die Referendare einen Verwaltungslehrgang.

Planung und Umsetzung - Tätigkeitsbilder von Architekten, Ingenieuren und Planern: Bahnhofspassage in Brandenburg an der Havel
(Plan © Stadt Brandenburg an der Havel; Foto © LBV, Sebastian Ruppel)

Planung und Umsetzung - Tätigkeitsbilder von Architekten, Ingenieuren und Planern: Bahnhofspassage in Brandenburg an der Havel

Referendare: Was bisher geschah?

Voraussetzung für die Einstellung der Städtebaureferendare ist u.a. ein abgeschlossenes Studium der Stadt- und Regionalplanung oder der Raumplanung. Die Referendare dieses Jahrgangs haben nach ihrem Studium bereits den Berufsalltag kennengelernt.

Anne-Carin Heilmann, die ihr Studium in Cottbus an der Brandenburgischen Technischen Universität Cottbus / BTU absolviert hat, war vorher in der Regionalen Planungsgemeinschaft Prignitz-Oberhavel beschäftigt. Dabei stand das erste Beteiligungsverfahren zum Regionalplanentwurf "Freiraum und Windenergie" im Fokus. Jetzt ist sie im Stadtplanungsamt der Stadt Oranienburg tätig und mit dem breiten Spektrum des Alltags in einem Planungsamt konfrontiert – von der Stellungnahme zum kommunalen Einvernehmen bis hin zur Konfliktanalyse von geplanten Vorhaben.

Ken Gericke, Absolvent des Instituts für Stadt- und Regionalplanung an der TU Berlin, hat ebenfalls bereits Erfahrungen im Öffentlichen Dienst gesammelt. Er war mehrere Jahre in einem EU-Projekt zur Europäischen Raumentwicklung im Ministerium für Landesentwicklung und Verkehr des Landes Sachsen-Anhalt beschäftigt. Jetzt ist er in der Stadtverwaltung Potsdam im Geschäftsbereich Stadtentwicklung, Bauen und Umwelt tätig, aktuell mit Änderungen an einem Bebauungsplan betraut und nimmt viele Vor-Ort-Termine wahr.


Städtebaureferendariat



Präsentation zur HOAI



Einstellungsbehörde Städtebaureferendare


Ministerium für Infrastruktur und Landesplanung (MIL)
Referat 13 – Personal, Aus- und Fortbildung
Henning-von-Tresckow Str. 2-8
14467 Potsdam



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