Beschäftigung, Pendler, Arbeitsmarkt

Ausschnitt_Auspendler

Ausschnitt aus der Karte Auspendler nach Berlin 06/2018 © LBV
(Karten zum Kapitel Beschäftigung, Pendler, Arbeitsmarkt)

Zentrale räumliche Entwicklungstrends

  • Ausgehend von einem relativ niedrigen Beschäftigungsniveau stieg in Berlin die Zahl der Beschäftigten weiter sehr stark an und damit deutlich stärker als die Bevölkerung im erwerbsfähigen Alter. Eine Stärke des Berliner Arbeitsmarktes stellt der hohe Akademikeranteil dar.
     
  • Auch im Land Brandenburg erhöhte sich die Beschäftigtenzahl - trotz leichter Abnahme der Zahl der Personen im erwerbsfähigen Alter - weiterhin dynamisch. Der positive Beschäftigungstrend fällt über die letzte Dekade außerhalb der Zentralen Orte etwas kräftiger aus als im Landesdurchschnitt - bei allerdings zuletzt deutlichen Aufholtendenzen der Zentralen Orte im Weiteren Metropolenraum.
     
  • In der Beschäftigtenstruktur nach Wirtschaftsabschnitten unterscheiden sich die Länder Berlin und Brandenburg deutlich. In Berlin ist die Tertiärisierung der Arbeitsplätze weit fortgeschritten. Dieser Entwicklungstrend besteht auch im Land Brandenburg, ist aber nicht so stark ausgeprägt, so dass dem Produzierenden Gewerbe dort eine größere Bedeutung zukommt.
     
  • Die Verflechtung zwischen Berlin und Brandenburg wird auf dem Arbeitsmarkt immer enger, was sich an über 300.000 sozialversicherungspflichtig Beschäftigten zeigt, die über die gemeinsame Ländergrenze pendeln. In vier Fünftel der Fälle wird dabei aus oder in das Berliner Umland gependelt.
     
  • Berlin hat von den deutschen Großstädten nach München die größte Zahl an Berufspendlern und erzielt deutlich ansteigende Einpendlerüberschüsse.
     
  • Brandenburg hat mit 30 % die höchste Quote an Auspendlern von allen Bundesländern.
     
  • Im geringer verdichteten Weiteren Metropolenraum ist die Bedeutung der Brandenburger Zentralen Orte als Arbeitsmarktzentren vielfach ausgeprägter als im Berliner Umland, wo die Bundeshauptstadt als Arbeitsort insbesondere aus Gründen der besseren verkehrlichen Erreichbarkeit eine erheblich stärkere Rolle spielt.
     
  • Korrespondierend zum Beschäftigungsaufbau kam es in allen Teilräumen der Hauptstadtregion zu einem deutlichen Rückgang der Arbeitslosigkeit mit Tiefstständen seit den 1990er Jahren. Dennoch haben Berlin, aber auch der Weitere Metropolenraum im Bundesmaßstab noch relativ hohe Arbeitslosenraten.
     
  • Die Abhängigkeit der Bevölkerung von staatlichen Transferzahlungen in Form von Arbeitslosengeld II ist in beiden Ländern deutlich zurückgegangen, bleibt in Berlin jedoch hoch und ist auch im Weiteren Metropolenraum und dort vor allem in den größeren Städten bedeutend.


Den vollständigen Text, die Karten sowie die Daten und Indikatoren zum Kapitel Arbeitsmarkt, Erwerbstätigkeit, Beschäftigung finden Sie in der rechten Spalte unter Downloads.
 


 



Infos zum Projekt

 
  • Quellen:
    Amt für Statistik Berlin-Brandenburg,
    Bundesagentur für Arbeit,
    Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung BBSR
    und weitere
     
  • Herausgeber: 
    Landesamt für Bauen und Verkehr
     
  • Bearbeitung:
    Dezernat Raumbeobachtung und Stadtmonitoring
     
  • Ansprechpartner:
    Martin Holtrup (E-Mail:
    martin.holtrup@
    lbv.brandenburg.de
    )