Monitoring von Raumentwicklungstrends in der Hauptstadtregion Berlin - Brandenburg
Zur Erfassung und Bewertung räumlicher Strukturen sowie zur Analyse ihrer Entwicklung werden im Auftrag der Gemeinsamen Landesplanung Berlin-Brandenburg (GL) umfangreiche Erkenntnisse zu raumstrukturellen Entwicklungstrends in der Hauptstadtregion Berlin-Brandenburg aufbereitet. Im hier vorliegenden Kompendium aus Karten, Tabellen und textlicher Analyse sind Ergebnisse zu wichtigen Kernthemen der Raumentwicklung zusammengefasst. Die Auswertungen beziehen sich u.a. auf die raumordnerischen Kategorien des zum Veröffentlichungszeitpunkt geltenden Landesentwicklungsplan Hauptstadtregion Berlin-Brandenburg (LEP HR).
Zur Erfassung und Bewertung räumlicher Strukturen sowie zur Analyse ihrer Entwicklung werden im Auftrag der Gemeinsamen Landesplanung Berlin-Brandenburg (GL) umfangreiche Erkenntnisse zu raumstrukturellen Entwicklungstrends in der Hauptstadtregion Berlin-Brandenburg aufbereitet. Im hier vorliegenden Kompendium aus Karten, Tabellen und textlicher Analyse sind Ergebnisse zu wichtigen Kernthemen der Raumentwicklung zusammengefasst. Die Auswertungen beziehen sich u.a. auf die raumordnerischen Kategorien des zum Veröffentlichungszeitpunkt geltenden Landesentwicklungsplan Hauptstadtregion Berlin-Brandenburg (LEP HR).
Bei den folgenden Kapiteln des Monitorings von Raumentwicklungstrends (MRT) werden die Teilräume, Zentralen Orte und Gemeinden mit Gestaltungsraum Siedlung des LEP HR zugrunde gelegt.
Bei den folgenden Kapiteln des Monitorings von Raumentwicklungstrends (MRT) werden die Teilräume, Zentralen Orte und Gemeinden mit Gestaltungsraum Siedlung des LEP HR zugrunde gelegt.
Einführende Hinweise
Die einführenden Hinweise umfassen die Erläuterung von Raumkategorien und der zeitlichen Bezüge der analytischen Aufbereitung sowie ein Abkürzungsverzeichnis.
Die einführenden Hinweise umfassen die Erläuterung von Raumkategorien und der zeitlichen Bezüge der analytischen Aufbereitung sowie ein Abkürzungsverzeichnis.
Bevölkerung 2024
Zentrale räumliche Entwicklungstrends 2024
- Der Bevölkerungsstand in der Hauptstadtregion ist – anders als in den anderen ostdeutschen Bundesländern – in den letzten zehn Jahren seit 2013 deutlich angestiegen, von 2018 bis 2022 um 3,4 %.
- Gleichzeitig haben sich gravierende Ereignisse und Krisen wie die Covid-19-Pandemie, der Angriffskrieg auf die Ukraine, Inflation und wirtschaftliche Unsicherheiten in den Jahren seit 2020 auch erheblich auf die demografische Entwicklung ausgewirkt, selbst wenn nicht alle Effekte direkt bezifferbar sind.
- Gegenüber der Vorperiode 2013 bis 2017 haben sich in jüngster Zeit die Wanderungs- und die Bevölkerungsgewinne in der Hauptstadtregion leicht abgeschwächt, wobei rund ein Drittel des Bevölkerungsanstiegs von 2018 bis 2022 allein auf hohen Flüchtlingszahlen aus der Ukraine beruhte.
- Das Land Berlin hatte in den Jahren 2018 bis 2022 eine Bevölkerungszunahme um 142.000 Einwohner und Einwohnerinnen (3,9 %), die ganz überwiegend wanderungsinduziert war. Wanderungsgewinne gegenüber dem Ausland hatten hieran den größten Anteil.
- Die weiter gestiegene Suburbanisierung Berlins führte zu einem erheblichen Wanderungsdefizit gegenüber dem Berliner Umland und zunehmend auch gegenüber dem Weiteren Metropolenraum, der offensichtlich an Attraktivität für Zuwanderer gewonnen hat. Das Land Berlin konnte die Wanderungsverluste gegenüber dem Land Brandenburg nur teilweise durch Wanderungsgewinne gegenüber anderen Bundesländern kompensieren.
- Eine „Stadtflucht“ infolge der Pandemie lässt sich für Berlin nicht belegen, da die Fortzüge in das Land Brandenburg in den Jahren ab 2020 nicht wesentlich höher ausfielen als vor der Pandemie. Deutlich rückläufig war vielmehr im Jahr 2020 zwischenzeitlich die Zahl der Zuzüge aus dem Land Brandenburg nach Berlin.
- Das Bevölkerungswachstum hat sich im Land Brandenburg fortgesetzt und betrug im Zeitraum 2018 bis 2022 69.000 Einwohner und Einwohnerinnen (2,8 %). Das seit 2014 stetige Wachstum war ausschließlich wanderungsbedingt und speiste sich aus der Wohnsuburbanisierung Berlins und der Auslandszuwanderung.
- Das räumliche Nebeneinander von Wachstum und Schrumpfung der Bevölkerung besteht im Land Brandenburg abgeschwächt fort. Mit wachsender Entfernung von Berlin stellen sich die demografischen Parameter und die Bevölkerungsentwicklung tendenziell ungünstiger dar. In den Jahren 2018 bis 2022 erzielte jedoch auch fast die Hälfte der Gemeinden im Weiteren Metropolenraum zumeist moderate Bevölkerungsgewinne.
- Infolge der durch das Corona-Virus im Jahr 2020 ausgelösten Pandemie kam es zu mehr Todesfällen. Seit 2022 gingen auch die Geburtenzahlen in beiden Bundesländern signifikant zurück. Diese Faktoren und vor allem altersstrukturelle Gründe führten im Land Brandenburg zu einer starken Ausweitung des Geburtendefizits. In Berlin trat seit 2006 erstmalig im Jahr 2022 ein Geburtendefizit auf.
- Der Trend zur Alterung der Bevölkerung setzte sich in Brandenburg auf Landesebene in den letzten Jahren nur noch stark abgeschwächt fort, da Wanderungsgewinne zumeist jüngerer Bevölkerung dem entgegenwirkten. Das Durchschnittsalter der Berliner Bevölkerung blieb weitgehend konstant.
- Das Potenzial der Personen im erwerbsfähigen Alter ist in Berlin vergleichsweise hoch und war im Zeitraum 2018 bis 2022 in etwa konstant. Der ohnehin deutlich niedrigere Anteil der Personen im erwerbsfähigen Alter im Land Brandenburg hat sich trotz hoher Wanderungsgewinne seit 2018 weiter verringert.
- Die Internationalisierung der Bevölkerung hat in beiden Ländern deutlich zugenommen. Sie hat allerdings in Berlin einen weitaus höheren Stand erreicht als im Land Brandenburg und entwickelt sich in der Metropole Berlin auch deutlich dynamischer. Das Wachstum der Bevölkerung war in beiden Bundesländern allein auf die Zunahme der ausländischen Bevölkerung zurückzuführen.
Zentrale räumliche Entwicklungstrends 2024
- Der Bevölkerungsstand in der Hauptstadtregion ist – anders als in den anderen ostdeutschen Bundesländern – in den letzten zehn Jahren seit 2013 deutlich angestiegen, von 2018 bis 2022 um 3,4 %.
- Gleichzeitig haben sich gravierende Ereignisse und Krisen wie die Covid-19-Pandemie, der Angriffskrieg auf die Ukraine, Inflation und wirtschaftliche Unsicherheiten in den Jahren seit 2020 auch erheblich auf die demografische Entwicklung ausgewirkt, selbst wenn nicht alle Effekte direkt bezifferbar sind.
- Gegenüber der Vorperiode 2013 bis 2017 haben sich in jüngster Zeit die Wanderungs- und die Bevölkerungsgewinne in der Hauptstadtregion leicht abgeschwächt, wobei rund ein Drittel des Bevölkerungsanstiegs von 2018 bis 2022 allein auf hohen Flüchtlingszahlen aus der Ukraine beruhte.
- Das Land Berlin hatte in den Jahren 2018 bis 2022 eine Bevölkerungszunahme um 142.000 Einwohner und Einwohnerinnen (3,9 %), die ganz überwiegend wanderungsinduziert war. Wanderungsgewinne gegenüber dem Ausland hatten hieran den größten Anteil.
- Die weiter gestiegene Suburbanisierung Berlins führte zu einem erheblichen Wanderungsdefizit gegenüber dem Berliner Umland und zunehmend auch gegenüber dem Weiteren Metropolenraum, der offensichtlich an Attraktivität für Zuwanderer gewonnen hat. Das Land Berlin konnte die Wanderungsverluste gegenüber dem Land Brandenburg nur teilweise durch Wanderungsgewinne gegenüber anderen Bundesländern kompensieren.
- Eine „Stadtflucht“ infolge der Pandemie lässt sich für Berlin nicht belegen, da die Fortzüge in das Land Brandenburg in den Jahren ab 2020 nicht wesentlich höher ausfielen als vor der Pandemie. Deutlich rückläufig war vielmehr im Jahr 2020 zwischenzeitlich die Zahl der Zuzüge aus dem Land Brandenburg nach Berlin.
- Das Bevölkerungswachstum hat sich im Land Brandenburg fortgesetzt und betrug im Zeitraum 2018 bis 2022 69.000 Einwohner und Einwohnerinnen (2,8 %). Das seit 2014 stetige Wachstum war ausschließlich wanderungsbedingt und speiste sich aus der Wohnsuburbanisierung Berlins und der Auslandszuwanderung.
- Das räumliche Nebeneinander von Wachstum und Schrumpfung der Bevölkerung besteht im Land Brandenburg abgeschwächt fort. Mit wachsender Entfernung von Berlin stellen sich die demografischen Parameter und die Bevölkerungsentwicklung tendenziell ungünstiger dar. In den Jahren 2018 bis 2022 erzielte jedoch auch fast die Hälfte der Gemeinden im Weiteren Metropolenraum zumeist moderate Bevölkerungsgewinne.
- Infolge der durch das Corona-Virus im Jahr 2020 ausgelösten Pandemie kam es zu mehr Todesfällen. Seit 2022 gingen auch die Geburtenzahlen in beiden Bundesländern signifikant zurück. Diese Faktoren und vor allem altersstrukturelle Gründe führten im Land Brandenburg zu einer starken Ausweitung des Geburtendefizits. In Berlin trat seit 2006 erstmalig im Jahr 2022 ein Geburtendefizit auf.
- Der Trend zur Alterung der Bevölkerung setzte sich in Brandenburg auf Landesebene in den letzten Jahren nur noch stark abgeschwächt fort, da Wanderungsgewinne zumeist jüngerer Bevölkerung dem entgegenwirkten. Das Durchschnittsalter der Berliner Bevölkerung blieb weitgehend konstant.
- Das Potenzial der Personen im erwerbsfähigen Alter ist in Berlin vergleichsweise hoch und war im Zeitraum 2018 bis 2022 in etwa konstant. Der ohnehin deutlich niedrigere Anteil der Personen im erwerbsfähigen Alter im Land Brandenburg hat sich trotz hoher Wanderungsgewinne seit 2018 weiter verringert.
- Die Internationalisierung der Bevölkerung hat in beiden Ländern deutlich zugenommen. Sie hat allerdings in Berlin einen weitaus höheren Stand erreicht als im Land Brandenburg und entwickelt sich in der Metropole Berlin auch deutlich dynamischer. Das Wachstum der Bevölkerung war in beiden Bundesländern allein auf die Zunahme der ausländischen Bevölkerung zurückzuführen.
Beschäftigung und Pendler 2024
Zentrale räumliche Entwicklungstrends 2024
- Die Entwicklung der Beschäftigtenzahl verlief in der Hauptstadtregion Berlin-Brandenburg im Untersuchungszeitraum 2017 bis 2022 positiv. Die COVID-19-Pandemie bewirkte zwar im Jahr 2020 eine starke Zäsur des langjährigen konjunkturellen Aufschwungs, hat aber keine Trendumkehr eingeläutet.
- Ausgehend von einem relativ niedrigen Beschäftigungsniveau stieg in Berlin die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten in den Jahren bis 2022 prozentual weitaus stärker an als in allen anderen Bundesländern. In absoluten Zahlen war die Beschäftigungsexpansion mit 227.000 Personen seit 2017 ähnlich hoch wie im Fünfjahreszeitraum zuvor.
- Auch im Land Brandenburg erhöhte sich die Beschäftigtenzahl weiter, dabei stieg im Berliner Umland die Beschäftigtenzahl am Arbeitsort ebenfalls deutlich. Die in absoluten Zahlen stärksten Beschäftigtenzuwächse fanden einzelgemeindlich am Tesla-Standort Grünheide (Mark), in der Landeshauptstadt Potsdam und in Großbeeren, Standort des Güterverkehrszentrums Berlin Süd, statt.
- Im Weiteren Metropolenraum verlief der Beschäftigungsaufbau auf einem moderaten Niveau, auch da aus demografischen Gründen das Beschäftigtenpotenzial rückläufig war. Die stärksten absoluten Zuwächse hatten die Oberzentren Cottbus und Frankfurt (Oder) und das Mittelzentrum Zossen.
- In der Beschäftigtenstruktur nach Wirtschaftsabschnitten unterscheiden sich die Länder Berlin und Brandenburg deutlich. In Berlin ist die Tertiärisierung der Arbeitsplätze weit fortgeschritten. Dieser Entwicklungstrend besteht auch im Land Brandenburg, ist aber nicht so stark ausgeprägt, so dass dem Produzierenden Gewerbe dort eine größere Bedeutung zukommt.
- In Berlin wurde die Beschäftigtenexpansion vom tertiären Sektor getragen. Darunter hatten höherwertige, z. T. unternehmensnahe Dienstleistungen wie der Bereich Information und Kommunikation, aber auch Finanz- und Versicherungsdienstleistungen sowie freiberufliche, wissenschaftliche und technische Dienstleistungen die höchsten prozentualen Zuwächse.
- Im Land Brandenburg kam es ebenfalls im Dienstleistungsbereich zu dem stärksten prozentualen Beschäftigtenzuwachs. Überdurchschnittliche prozentuale Zuwächse erzielten u. a. die Wirtschaftsabschnitte Verkehr und Logistik, Information und Kommunikation.
- Die Arbeitslosenzahlen in Berlin und Brandenburg entwickelten sich gegenläufig. Einem moderaten Anstieg der Arbeitslosigkeit in Berlin stand eine starke Abnahme im Berliner Umland und insbesondere im Weiteren Metropolenraum gegenüber, wobei sich in diesem Teilraum auch das Beschäftigtenpotenzial rückläufig entwickelte.
- Berlin hat von den deutschen Großstädten nach München die größte Zahl an Berufspendlern und erzielte im Zeitraum 2017 bis 2022 stark gestiegene Einpendlerüberschüsse.
- Brandenburg hatte mit 31 % die mit Abstand höchste Quote an Auspendlern über die Landesgrenze von allen Bundesländern.
- Die Verflechtungen zwischen Berlin und Brandenburg haben sich auf dem Arbeitsmarkt weiter intensiviert, was sich an rund 330.000 sozialversicherungspflichtig Beschäftigten zeigt, die im Jahr 2022 über die gemeinsame Ländergrenze pendelten. Die verkehrliche Erreichbarkeit der Metropole Berlin spielte dabei eine große Rolle, wurde doch in vier Fünftel der Fälle aus oder in das Berliner Umland gependelt.
- Im geringer verdichteten Weiteren Metropolenraum ist die Bedeutung der Brandenburger Zentralen Orte als Arbeitsmarktzentren vielfach ausgeprägter als im Berliner Umland, wo einige Zentrale Orte stark als Wohnstandort profiliert sind und die Bundeshauptstadt als größter Arbeitsmarkt mehr Beschäftigte anzieht.
Zentrale räumliche Entwicklungstrends 2024
- Die Entwicklung der Beschäftigtenzahl verlief in der Hauptstadtregion Berlin-Brandenburg im Untersuchungszeitraum 2017 bis 2022 positiv. Die COVID-19-Pandemie bewirkte zwar im Jahr 2020 eine starke Zäsur des langjährigen konjunkturellen Aufschwungs, hat aber keine Trendumkehr eingeläutet.
- Ausgehend von einem relativ niedrigen Beschäftigungsniveau stieg in Berlin die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten in den Jahren bis 2022 prozentual weitaus stärker an als in allen anderen Bundesländern. In absoluten Zahlen war die Beschäftigungsexpansion mit 227.000 Personen seit 2017 ähnlich hoch wie im Fünfjahreszeitraum zuvor.
- Auch im Land Brandenburg erhöhte sich die Beschäftigtenzahl weiter, dabei stieg im Berliner Umland die Beschäftigtenzahl am Arbeitsort ebenfalls deutlich. Die in absoluten Zahlen stärksten Beschäftigtenzuwächse fanden einzelgemeindlich am Tesla-Standort Grünheide (Mark), in der Landeshauptstadt Potsdam und in Großbeeren, Standort des Güterverkehrszentrums Berlin Süd, statt.
- Im Weiteren Metropolenraum verlief der Beschäftigungsaufbau auf einem moderaten Niveau, auch da aus demografischen Gründen das Beschäftigtenpotenzial rückläufig war. Die stärksten absoluten Zuwächse hatten die Oberzentren Cottbus und Frankfurt (Oder) und das Mittelzentrum Zossen.
- In der Beschäftigtenstruktur nach Wirtschaftsabschnitten unterscheiden sich die Länder Berlin und Brandenburg deutlich. In Berlin ist die Tertiärisierung der Arbeitsplätze weit fortgeschritten. Dieser Entwicklungstrend besteht auch im Land Brandenburg, ist aber nicht so stark ausgeprägt, so dass dem Produzierenden Gewerbe dort eine größere Bedeutung zukommt.
- In Berlin wurde die Beschäftigtenexpansion vom tertiären Sektor getragen. Darunter hatten höherwertige, z. T. unternehmensnahe Dienstleistungen wie der Bereich Information und Kommunikation, aber auch Finanz- und Versicherungsdienstleistungen sowie freiberufliche, wissenschaftliche und technische Dienstleistungen die höchsten prozentualen Zuwächse.
- Im Land Brandenburg kam es ebenfalls im Dienstleistungsbereich zu dem stärksten prozentualen Beschäftigtenzuwachs. Überdurchschnittliche prozentuale Zuwächse erzielten u. a. die Wirtschaftsabschnitte Verkehr und Logistik, Information und Kommunikation.
- Die Arbeitslosenzahlen in Berlin und Brandenburg entwickelten sich gegenläufig. Einem moderaten Anstieg der Arbeitslosigkeit in Berlin stand eine starke Abnahme im Berliner Umland und insbesondere im Weiteren Metropolenraum gegenüber, wobei sich in diesem Teilraum auch das Beschäftigtenpotenzial rückläufig entwickelte.
- Berlin hat von den deutschen Großstädten nach München die größte Zahl an Berufspendlern und erzielte im Zeitraum 2017 bis 2022 stark gestiegene Einpendlerüberschüsse.
- Brandenburg hatte mit 31 % die mit Abstand höchste Quote an Auspendlern über die Landesgrenze von allen Bundesländern.
- Die Verflechtungen zwischen Berlin und Brandenburg haben sich auf dem Arbeitsmarkt weiter intensiviert, was sich an rund 330.000 sozialversicherungspflichtig Beschäftigten zeigt, die im Jahr 2022 über die gemeinsame Ländergrenze pendelten. Die verkehrliche Erreichbarkeit der Metropole Berlin spielte dabei eine große Rolle, wurde doch in vier Fünftel der Fälle aus oder in das Berliner Umland gependelt.
- Im geringer verdichteten Weiteren Metropolenraum ist die Bedeutung der Brandenburger Zentralen Orte als Arbeitsmarktzentren vielfach ausgeprägter als im Berliner Umland, wo einige Zentrale Orte stark als Wohnstandort profiliert sind und die Bundeshauptstadt als größter Arbeitsmarkt mehr Beschäftigte anzieht.
Bauen und Wohnen 2024
Zentrale räumliche Entwicklungstrends 2024
- Der Wohnungsbestand in der Hauptstadtregion ist seit Anfang der 2000er Jahre prozentual deutlich stärker angestiegen als in den anderen ostdeutschen Ländern. Ein Großteil des Bestandsanstiegs entfiel auf die Jahre 2018 bis 2022.
- Während im Land Berlin der Geschosswohnungsbau mit einem Anteil von knapp 90 % dominiert, entfällt fast die Hälfte des Brandenburger Wohnungsbestandes auf Ein- und Zweifamilienhäuser.
- Die regional stark differierende Struktur der Wohngebäude hat einen maßgeblichen Einfluss auf durchschnittliche Wohnungsgrößen und den Wohnflächenkonsum. Der im Vergleich zu Berlin hohe Ein- und Zweifamilienhausbestand im Land Brandenburg begünstigt eine hohe Wohnflächeninanspruchnahme pro Person, insbesondere in einwohnerschwachen Gemeinden.
- In der Hauptstadtregion ist von einem hohen Niveau ausgehend seit 2022 und dabei im Land Brandenburg stärker ausfallend ein deutlicher Rückgang der Baugenehmigungszahlen festzustellen, der im Zusammenhang u. a. mit der konjunkturellen Eintrübung und der Zinswende steht. Dieser Rückgang wird sich wahrscheinlich mittelfristig auch negativ auf die Fertigstellungszahlen niederschlagen.
- In Berlin haben sich die Fertigstellungen von Wohnungen in den Jahren 2018 bis 2022 gegenüber der Vorperiode noch um mehr als die Hälfte auf 85.000 Wohneinheiten erhöht. Die Intensität der Baufertigstellungen je 1.000 Einwohner/Einwohnerinnen war im Ostteil Berlins überdurchschnittlich hoch.
- Im Land Brandenburg fiel die Zahl der Baufertigstellungen von Wohnungen im Zeitraum 2018 bis 2022 mit 55.000 Wohneinheiten um ein Sechstel höher aus als im Zeitraum 2013 bis 2017 zuvor.
- Die Intensität der Baufertigstellungen je 1.000 Einwohner/Einwohnerinnen war im Land Brandenburg ähnlich hoch wie in Berlin, auch wenn die absolute Zahl der Fertigstellungen in Berlin dynamischer gewachsen ist und beträchtlich höher ausfiel als im Land Brandenburg.
- Der Grad der Neubauintensität im Land Brandenburg steht im engen Zusammenhang zur Nähe und verkehrlichen Erreichbarkeit von Berlin. Im Berliner Umland wurden bezogen auf den Bevölkerungsbestand mehr als doppelt so viele Wohnungen errichtet wie im Weiteren Metropolenraum.
- Die im Weiteren Metropolenraum überdurchschnittlich gestiegenen Zahlen der Baugenehmigungen und -fertigstellungen sprechen dafür, dass die Suburbanisierung von Berlin zunehmend auch Teile des Weiteren Metropolenraums v.a. in Angrenzung an das Berliner Umland umfasst, auch weil hier die Bodenpreise trotz starker Steigerungstendenzen wesentlich niedriger als im Berliner Umland ausfallen.
- Der Trend zum anteilig stärkeren Neubau von Geschosswohnungen ist auch im Land Brandenburg erkennbar, aber im Wesentlichen auf das stärker verdichtete Berliner Umland beschränkt und ungleich schwächer ausgeprägt als im Stadtstaat Berlin.
- Berlin und das Berliner Umland weisen im Bundesvergleich sehr niedrige bzw. niedrige Leerstandsquoten im Wohnungsbestand auf, was örtlich starke Anspannungen des Wohnungsmarktes signalisiert.
- Überdurchschnittlich hohe Leerstandsquoten sind weiterhin für den Weiteren Metropolenraum charakteristisch, wobei unter den Zentralen Orten die Städte der 2. Reihe tendenziell einen Leerstandsrückgang hatten, während er sich bei den anderen Zentralen Orten eher verfestigt hat.
Zentrale räumliche Entwicklungstrends 2024
- Der Wohnungsbestand in der Hauptstadtregion ist seit Anfang der 2000er Jahre prozentual deutlich stärker angestiegen als in den anderen ostdeutschen Ländern. Ein Großteil des Bestandsanstiegs entfiel auf die Jahre 2018 bis 2022.
- Während im Land Berlin der Geschosswohnungsbau mit einem Anteil von knapp 90 % dominiert, entfällt fast die Hälfte des Brandenburger Wohnungsbestandes auf Ein- und Zweifamilienhäuser.
- Die regional stark differierende Struktur der Wohngebäude hat einen maßgeblichen Einfluss auf durchschnittliche Wohnungsgrößen und den Wohnflächenkonsum. Der im Vergleich zu Berlin hohe Ein- und Zweifamilienhausbestand im Land Brandenburg begünstigt eine hohe Wohnflächeninanspruchnahme pro Person, insbesondere in einwohnerschwachen Gemeinden.
- In der Hauptstadtregion ist von einem hohen Niveau ausgehend seit 2022 und dabei im Land Brandenburg stärker ausfallend ein deutlicher Rückgang der Baugenehmigungszahlen festzustellen, der im Zusammenhang u. a. mit der konjunkturellen Eintrübung und der Zinswende steht. Dieser Rückgang wird sich wahrscheinlich mittelfristig auch negativ auf die Fertigstellungszahlen niederschlagen.
- In Berlin haben sich die Fertigstellungen von Wohnungen in den Jahren 2018 bis 2022 gegenüber der Vorperiode noch um mehr als die Hälfte auf 85.000 Wohneinheiten erhöht. Die Intensität der Baufertigstellungen je 1.000 Einwohner/Einwohnerinnen war im Ostteil Berlins überdurchschnittlich hoch.
- Im Land Brandenburg fiel die Zahl der Baufertigstellungen von Wohnungen im Zeitraum 2018 bis 2022 mit 55.000 Wohneinheiten um ein Sechstel höher aus als im Zeitraum 2013 bis 2017 zuvor.
- Die Intensität der Baufertigstellungen je 1.000 Einwohner/Einwohnerinnen war im Land Brandenburg ähnlich hoch wie in Berlin, auch wenn die absolute Zahl der Fertigstellungen in Berlin dynamischer gewachsen ist und beträchtlich höher ausfiel als im Land Brandenburg.
- Der Grad der Neubauintensität im Land Brandenburg steht im engen Zusammenhang zur Nähe und verkehrlichen Erreichbarkeit von Berlin. Im Berliner Umland wurden bezogen auf den Bevölkerungsbestand mehr als doppelt so viele Wohnungen errichtet wie im Weiteren Metropolenraum.
- Die im Weiteren Metropolenraum überdurchschnittlich gestiegenen Zahlen der Baugenehmigungen und -fertigstellungen sprechen dafür, dass die Suburbanisierung von Berlin zunehmend auch Teile des Weiteren Metropolenraums v.a. in Angrenzung an das Berliner Umland umfasst, auch weil hier die Bodenpreise trotz starker Steigerungstendenzen wesentlich niedriger als im Berliner Umland ausfallen.
- Der Trend zum anteilig stärkeren Neubau von Geschosswohnungen ist auch im Land Brandenburg erkennbar, aber im Wesentlichen auf das stärker verdichtete Berliner Umland beschränkt und ungleich schwächer ausgeprägt als im Stadtstaat Berlin.
- Berlin und das Berliner Umland weisen im Bundesvergleich sehr niedrige bzw. niedrige Leerstandsquoten im Wohnungsbestand auf, was örtlich starke Anspannungen des Wohnungsmarktes signalisiert.
- Überdurchschnittlich hohe Leerstandsquoten sind weiterhin für den Weiteren Metropolenraum charakteristisch, wobei unter den Zentralen Orten die Städte der 2. Reihe tendenziell einen Leerstandsrückgang hatten, während er sich bei den anderen Zentralen Orten eher verfestigt hat.
Flächennutzung 2024
Zentrale räumliche Entwicklungstrends
- Die Siedlungsdichten sowie die Anteile der für Siedlungs- und Verkehrszwecke genutzten Flächen fallen zwischen Berlin und den Brandenburger Teilräumen sehr unterschiedlich aus. Sie zeigen ein sehr starkes Gefälle vom hochverdichteten metropolitanen Kern bis zum in Teilen sehr dünn besiedelten Weiteren Metropolenraum. Die Veränderungsdynamik ist auf Länderebene eher gering.
- In den Jahren 2018 bis 2022 betrug im Land Berlin die Veränderung der siedlungs- und verkehrsbezogenen Flächeninanspruchnahme nur 0,1 % (knapp 100 ha), verglichen mit 2,9 % (ca. 8.150 ha) im Land Brandenburg (Hauptstadtregion: 2,4 %).
- In den Teilräumen zeigen sich deutliche Unterschiede bei der einwohnerbezogenen Siedlungsflächeninanspruchnahme. Diese fällt im Weiteren Metropolenraum und dort insbesondere bei den Nicht-Zentralen Orten und den unteren Gemeindegrößenklassen deutlich höher aus als im Land Brandenburg insgesamt und im Berliner Umland. Einhergehend mit leicht rückläufigen Siedlungsdichten ist im Weiteren Metropolenraum eine anhaltende Entkopplung von zunehmender Inanspruchnahme bei leicht zurückgehender Bevölkerungszahl zu konstatieren.
- Entsprechend zu den großen Unterschieden bei Siedlungsdichte und Siedlungs- und Verkehrsflächenanteil stellen sich innerhalb der Hauptstadtregion auch die Gegensätze beim Freiraumanteil an der Gesamtfläche dar. Während dieser in Berlin knapp 30 % beträgt, beläuft er sich im Land Brandenburg auf 90 %, dabei im Berliner Umland auf 77 % und im Weiteren Metropolenraum auf knapp 92 %.
- Auch bei den Anteilen der einzelnen Freiraumnutzungsarten zeigen sich deutliche Differenzen zwischen den beiden Bundesländern. Während im Land Brandenburg Landwirtschaftsflächen vor Wald- und Gehölzflächen dominieren, sind letztere in Berlin die größte Freiraumnutzung.
- Die Entwicklung der Freiraumflächen im Zeitraum 2018 bis 2022 weist in Berlin in absoluten Zahlen eine im Vergleich zu Brandenburg sehr geringe Dynamik auf. Der Verlust beläuft sich im Saldo auf lediglich 90 ha, dagegen haben sich die Freiraumnutzungen im Land Brandenburg insgesamt um etwa 8.100 ha verringert. Die prozentuale Veränderung beläuft sich dabei auf jeweils -0,3 %.
- Die einzelnen Teilnutzungsarten des Freiraums entwickelten sich im Land Brandenburg deutlich gegenläufig zueinander. Die markanten Verluste bei Landwirtschaftsflächen von 2018 bis 2022 (über 22.500 ha) wurden im Saldo zu einem großen Teil durch Zunahme der Wald- und Gehölzflächen ausgeglichen. Die Gewässerflächen haben sich deutlich erweitert, ebenso die zusammengefassten sonstigen Freiraumflächen, darunter besonders Heide und Unland / Vegetationslose Fläche. Im gleichen Zeitraum haben sich die Flächen der Kategorie Tagebau, Grube, Steinbruch v.a. durch den Sanierungsfortschritt der großen Tagebaue im Süden Brandenburgs massiv verringert (-16.500 ha). Diese Nutzungen wurden erfassungsseitig zum größten Teil in die vorgenannten Freiraumnutzungsarten überführt.
Zentrale räumliche Entwicklungstrends
- Die Siedlungsdichten sowie die Anteile der für Siedlungs- und Verkehrszwecke genutzten Flächen fallen zwischen Berlin und den Brandenburger Teilräumen sehr unterschiedlich aus. Sie zeigen ein sehr starkes Gefälle vom hochverdichteten metropolitanen Kern bis zum in Teilen sehr dünn besiedelten Weiteren Metropolenraum. Die Veränderungsdynamik ist auf Länderebene eher gering.
- In den Jahren 2018 bis 2022 betrug im Land Berlin die Veränderung der siedlungs- und verkehrsbezogenen Flächeninanspruchnahme nur 0,1 % (knapp 100 ha), verglichen mit 2,9 % (ca. 8.150 ha) im Land Brandenburg (Hauptstadtregion: 2,4 %).
- In den Teilräumen zeigen sich deutliche Unterschiede bei der einwohnerbezogenen Siedlungsflächeninanspruchnahme. Diese fällt im Weiteren Metropolenraum und dort insbesondere bei den Nicht-Zentralen Orten und den unteren Gemeindegrößenklassen deutlich höher aus als im Land Brandenburg insgesamt und im Berliner Umland. Einhergehend mit leicht rückläufigen Siedlungsdichten ist im Weiteren Metropolenraum eine anhaltende Entkopplung von zunehmender Inanspruchnahme bei leicht zurückgehender Bevölkerungszahl zu konstatieren.
- Entsprechend zu den großen Unterschieden bei Siedlungsdichte und Siedlungs- und Verkehrsflächenanteil stellen sich innerhalb der Hauptstadtregion auch die Gegensätze beim Freiraumanteil an der Gesamtfläche dar. Während dieser in Berlin knapp 30 % beträgt, beläuft er sich im Land Brandenburg auf 90 %, dabei im Berliner Umland auf 77 % und im Weiteren Metropolenraum auf knapp 92 %.
- Auch bei den Anteilen der einzelnen Freiraumnutzungsarten zeigen sich deutliche Differenzen zwischen den beiden Bundesländern. Während im Land Brandenburg Landwirtschaftsflächen vor Wald- und Gehölzflächen dominieren, sind letztere in Berlin die größte Freiraumnutzung.
- Die Entwicklung der Freiraumflächen im Zeitraum 2018 bis 2022 weist in Berlin in absoluten Zahlen eine im Vergleich zu Brandenburg sehr geringe Dynamik auf. Der Verlust beläuft sich im Saldo auf lediglich 90 ha, dagegen haben sich die Freiraumnutzungen im Land Brandenburg insgesamt um etwa 8.100 ha verringert. Die prozentuale Veränderung beläuft sich dabei auf jeweils -0,3 %.
- Die einzelnen Teilnutzungsarten des Freiraums entwickelten sich im Land Brandenburg deutlich gegenläufig zueinander. Die markanten Verluste bei Landwirtschaftsflächen von 2018 bis 2022 (über 22.500 ha) wurden im Saldo zu einem großen Teil durch Zunahme der Wald- und Gehölzflächen ausgeglichen. Die Gewässerflächen haben sich deutlich erweitert, ebenso die zusammengefassten sonstigen Freiraumflächen, darunter besonders Heide und Unland / Vegetationslose Fläche. Im gleichen Zeitraum haben sich die Flächen der Kategorie Tagebau, Grube, Steinbruch v.a. durch den Sanierungsfortschritt der großen Tagebaue im Süden Brandenburgs massiv verringert (-16.500 ha). Diese Nutzungen wurden erfassungsseitig zum größten Teil in die vorgenannten Freiraumnutzungsarten überführt.
Gewerbeflächen 2024
Zentrale räumliche Entwicklungstrends
- Der Gewerbeflächenbestand in der Hauptstadtregion liegt bei über 32.000 ha. Gegenüber der letzten den Gesamtraum umfassenden Auswertung mit Datenstand 2014 erhöhte sich der Wert um über 2.000 ha.
- In Berlin sind ca. 4.200 ha, also etwa 7 % der Siedlungs- und Verkehrsfläche, für gewerblich-industrielle Nutzungen im Flächennutzungsplan dargestellt. Ca. 260 ha werden davon zurzeit anderweitig genutzt, andererseits gibt es auf zusätzlichen ca. 900 ha einen Bestand oder ein Potenzial für gewerbliche Nutzungen, z. B. auf Sonderbauflächen mit gewerblichem Charakter oder nicht mehr benötigten Bahnanlagen. Daher ergibt sich eine Bruttofläche von fast 5.100 ha, die im GeFIS des Landes Berlin registriert ist.
- Mit Datenstand 2022 sind in Berlin mehr als 1.200 ha, also ca. 24 % der Bruttofläche als mögliche Potenzialflächen ausgewiesen, allerdings nur ca. 325 ha mit einer kurzfristigen Aktivierbarkeit. Die Neunutzung von Altstandorten bzw. von Flächen, die für andere Nutzungen nicht mehr relevant sind, wird künftig an Bedeutung gewinnen.
- Stadträumlich bestehen große Unterschiede. Während in den Bezirken Treptow-Köpenick und Pankow über 290 bzw. 360 ha Potenzialflächen vorhanden sind, stehen in den drei Innenbezirken insgesamt nur etwas mehr als 30 ha als Potenziale zur Nutzung bereit. Aber auch zwischen den bis zur Stadtgrenze reichenden sogenannten Außenbezirken gibt es starke Differenzen. Potenzialflächen bestehen vorwiegend im Ostteil Berlins.
- Für das Land Brandenburg sind über 27.000 ha, etwa 9 % der Siedlungs- und Verkehrsfläche als Bruttofläche in Gewerbegebieten erfasst. Die Erhöhung des Wertes gegenüber der Vorgängeruntersuchung (Datenstand 2014) um etwa 1.500 ha erfolgte vorrangig aufgrund von Bauleitplanungen auf bisher noch nicht gewerblich genutzten FNP-Flächen bzw. durch Umnutzung eines ehemaligen Flugplatzareals.
- Etwa 4.780 ha, also 18 % der Bruttofläche, sind als Potenzialflächen ermittelt worden. Hierbei handelt es sich zum überwiegenden Teil um unbebaute Flächen. Im WMR befinden sich über drei Viertel der Potenziale. In der Vorgängeruntersuchung 2014 waren etwa 2.000 ha mehr Potenzialflächen registriert - davon sind sowohl Flächen gewerblich genutzt worden als auch durch andere Nutzungen oder Planungen entfallen.
- Im Land Brandenburg sind an einzelnen Standorten weiterhin Flächenpotenziale größeren Umfangs vorhanden, und es werden - an der Planungsdynamik verbindlicher Bauleitplanungen ersichtlich - weitere hinzukommen.
Zentrale räumliche Entwicklungstrends
- Der Gewerbeflächenbestand in der Hauptstadtregion liegt bei über 32.000 ha. Gegenüber der letzten den Gesamtraum umfassenden Auswertung mit Datenstand 2014 erhöhte sich der Wert um über 2.000 ha.
- In Berlin sind ca. 4.200 ha, also etwa 7 % der Siedlungs- und Verkehrsfläche, für gewerblich-industrielle Nutzungen im Flächennutzungsplan dargestellt. Ca. 260 ha werden davon zurzeit anderweitig genutzt, andererseits gibt es auf zusätzlichen ca. 900 ha einen Bestand oder ein Potenzial für gewerbliche Nutzungen, z. B. auf Sonderbauflächen mit gewerblichem Charakter oder nicht mehr benötigten Bahnanlagen. Daher ergibt sich eine Bruttofläche von fast 5.100 ha, die im GeFIS des Landes Berlin registriert ist.
- Mit Datenstand 2022 sind in Berlin mehr als 1.200 ha, also ca. 24 % der Bruttofläche als mögliche Potenzialflächen ausgewiesen, allerdings nur ca. 325 ha mit einer kurzfristigen Aktivierbarkeit. Die Neunutzung von Altstandorten bzw. von Flächen, die für andere Nutzungen nicht mehr relevant sind, wird künftig an Bedeutung gewinnen.
- Stadträumlich bestehen große Unterschiede. Während in den Bezirken Treptow-Köpenick und Pankow über 290 bzw. 360 ha Potenzialflächen vorhanden sind, stehen in den drei Innenbezirken insgesamt nur etwas mehr als 30 ha als Potenziale zur Nutzung bereit. Aber auch zwischen den bis zur Stadtgrenze reichenden sogenannten Außenbezirken gibt es starke Differenzen. Potenzialflächen bestehen vorwiegend im Ostteil Berlins.
- Für das Land Brandenburg sind über 27.000 ha, etwa 9 % der Siedlungs- und Verkehrsfläche als Bruttofläche in Gewerbegebieten erfasst. Die Erhöhung des Wertes gegenüber der Vorgängeruntersuchung (Datenstand 2014) um etwa 1.500 ha erfolgte vorrangig aufgrund von Bauleitplanungen auf bisher noch nicht gewerblich genutzten FNP-Flächen bzw. durch Umnutzung eines ehemaligen Flugplatzareals.
- Etwa 4.780 ha, also 18 % der Bruttofläche, sind als Potenzialflächen ermittelt worden. Hierbei handelt es sich zum überwiegenden Teil um unbebaute Flächen. Im WMR befinden sich über drei Viertel der Potenziale. In der Vorgängeruntersuchung 2014 waren etwa 2.000 ha mehr Potenzialflächen registriert - davon sind sowohl Flächen gewerblich genutzt worden als auch durch andere Nutzungen oder Planungen entfallen.
- Im Land Brandenburg sind an einzelnen Standorten weiterhin Flächenpotenziale größeren Umfangs vorhanden, und es werden - an der Planungsdynamik verbindlicher Bauleitplanungen ersichtlich - weitere hinzukommen.
Das Monitoring von Raumentwicklungstrends in der Hauptstadtregion Berlin-Brandenburg präsentiert sich online unter folgendem Link: https://raumanalyse.brandenburg.de/mrt/.
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